Geschichte des Gabelstaplers

Ein zweirädriger Sackkarren konnte jedoch nur eine begrenzte Menge Gepäck transportieren, und im 19. Jahrhundert verfügte jeder Bahnhof über handbetriebene vierrädrige Gepäckwagen, da diese eine viel schwerere Last transportieren konnten als der zweirädrige Lastwagen. Der über Generationen in Bahnhöfen eingesetzte vierrädrige Gepäckwagen reichte aus, bis 1906 ein Beamter der Pennsylvania Railroad in Altoona, Pennsylvania, einen Gepäckwagen mit Speicherbatterien ausstattete und so einen der ersten angetriebenen Plattformwagen herstellte. Die Idee angetriebener Lastkraftwagen erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sich ihr Einsatz schnell auf andere Industriezweige ausweitete. Doch einige Jahre später brachte der Erfolg des tragbaren Aufzugs die Möglichkeiten von Gabelstaplern auf ein neues Niveau.

Der erste tragbare Aufzug wurde 1867 patentiert und bestand aus Holz mit Pfosten, einer freitragenden Plattform und einem Hebezeug. Leider teilte der Erfinder seine Idee den Branchenführern nicht mit und sein Entwurf wurde erst fast vierzig Jahre später verwendet, als er unter Verwendung der ursprünglichen Konstruktionsprinzipien aus Stahl und Grauguss hergestellt wurde. Ein einfacheres Beladen und Aufstellen wurde 1904 möglich, als Drehsockel entwickelt wurden. Abgesehen von der zusätzlichen Stromversorgung hat sich das Design des tragbaren Aufzugs nicht geändert und er wird überall bei kleineren Arbeiten eingesetzt, für die keine teuren Maschinen erforderlich sind.

Im Jahr 1887 gab es einen ersten Versuch, horizontale und vertikale Bewegung zu kombinieren, als ein einfacher Lastkraftwagen gebaut wurde, der LKW Plane seine Plattform um einige Zentimeter anheben konnte. Das Einheitsladeprinzip mit Kufen setzte sich jedoch erst 1909 durch, als in den Papierfabriken erstmals komplett aus Stahl gefertigte Hubwagen zum Einsatz kamen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Gabelstaplers wurde der Schwerpunkt stärker auf die Herstellung der Ausrüstung gelegt, was zu allerlei Patenten führte. Ein Fertigungspionier hatte die Idee, Kugellager an den Rädern des Lastkraftwagens zu verwenden, und vermarktete die Tatsache, dass diese Technologie es den Arbeitern ermöglichte, 4.000 Pfund statt der üblichen 1.500 Pfund zu ziehen. In den nächsten fünf Jahren konzentrierten sich die Industriellen auf das Prinzip des hydraulischen Aufzugs und die Erlangung von Patenten dafür. Aber angesichts der großen Zahl an Patenten und der Schwierigkeit und Kosten, die Toleranzen eng genug einzuhalten, wurden die experimentellen Arbeiten an hydraulischen Lastkraftwagen bis 1932 praktisch eingestellt.

Im Jahr 1913 kombinierten Entwickler Elektroantrieb mit vertikaler und horizontaler Handhabungsfähigkeit, indem sie einen kleinen Kran auf einem Plattformwagen montierten. Der durch den Krieg bedingte Bedarf an erhöhten Produktionsanforderungen führte zur Entwicklung von angetriebenen Plattformhubwagen. Bis 1915 waren in den USA und Kanada über 1000 dieser Lastwagen im Einsatz, sodass das Heben von Hand der Vergangenheit angehörte.

Die ersten Skids, lebend oder halblebend, waren lediglich modifizierte Sackkarren. Vier separate Beine trugen flache Holzplattformen, die jeweils bei jedem Absetzen unter der Plattform in Position gebracht werden mussten. Schließlich fügten die Hersteller zwei der Beine zusammen, so dass nur noch drei statt fünf Teile zu handhaben waren. Frühe Kufen gab es in vielen verschiedenen Größen, Höhen und Ausführungen. Eine Kufe, die zu einem LKW passte, passte möglicherweise nicht zu einem anderen, weil die Hubbereiche der LKWs so klein waren. Doch im Jahr 1919 erlebte die Branche bedeutende Veränderungen, als Hochhubwagen ihre Plattformen um mehrere Fuß anhoben, was einen größeren Einsatzbereich und die Möglichkeit bot, eine Vielzahl von Kufentypen zu handhaben, und so den Grundstein für die Rangierung legte. Durch die Standardisierung der Nachkriegszeit entstand das Kufensystem für Plattformwagen, das noch heute verwendet wird.

Im Jahr 1919 wurden auch freitragende Hubwagen sowie Gabeln und Zylinder eingeführt. Mit der Auslegerfunktion können LKWs direkt an einen Stauraum heranfahren, ohne dass Platz für darunter hervorstehende Vorderräder erforderlich ist. Gabeln und Stößel ermöglichten den Umgang mit einer Vielzahl von Gegenständen. Bei den ersten Gabelstaplern waren die Stangen lediglich an die Plattform geschweißt. Obwohl der Gabelstapler in den folgenden Jahren viele Verbesserungen erfuhr, insbesondere eine kontinuierliche Verkürzung des Radstands ohne Einbußen bei der Stabilität, kam es erst nach 1926 mit der Einführung des mittengesteuerten Gabelstaplers zu einer umfassenden Nutzung. Der mittengesteuerte Lkw platzierte die Batterie, das schwerste Gegengewicht, im maximalen Abstand vom Drehpunkt. Schweißen anstelle von Nieten sorgte für eine stärkere und leichtere Konstruktion, während der Einsatz spezieller Vorrichtungen es dem gesamten Mast ermöglichte, unabhängig vom Hebemechanismus sowohl nach vorne als auch nach hinten zu kippen.

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